
Ein Gespräch mit der Winzerin, mitten im heißen Sommer
Mein Zugang zum Wein: Schmeckt er mir, bin ich zufrieden. Schmeckt er auch Ihnen, freue ich mich. Sehr sogar! Ich lege Wert auf Qualität und habe hervorragende Berater und Mitdenker, deren Erfahrung in die Arbeit einfließt – wie meinen Vater Johann.


Wie ich zum Wein kam
Wie viele Südtirolerinnen und Südtiroler, bin ich zum Studieren fortgezogen. Mit Masterabschlüssen in Phytomedizin und Angewandter Pflanzenwissenschaft bin ich nach Jahren wieder heimgekommen.
Der Weg in die Forschung lag nahe. Einige Jahre habe ich mich mit Schadinsekten im Weinbau beschäftigt. Ökologischer Pflanzenschutz interessiert mich sehr.
Wein haben wir am Rynnhof schon immer gemacht. Der Großteil der Trauben ging in die Genossenschaft, ein bisschen Wein haben wir, wie es in unserer Gegend üblich ist, selbst produziert.
2011 beschlossen wir in der Familie, einen Schritt weiter zu gehen. Mein Vater begann mit der Bioweinproduktion. Ich machte die Ausbildung zum Sommelier. 2015 gab ich dann meine Anstellung in der Forschung auf und wurde Biowinzerin. Für mich ist die biologische Produktion von Wein der einzig richtige Weg, schließlich arbeite ich selbst viel im Weinberg.

Unsere Weine
Wir konzentrieren uns auf die vier Leitsorten, die zur Gegend und zu uns passen: Bei den Weißweinen sind das Gewürztraminer und Weißburgunder, bei den Rotweinen Lagrein und Vernatsch. Zusätzlich gibt es je nach Jahrgang Cuvées oder einen Roséwein.
Im Weinbau gleicht kein Jahr dem anderen. Jeder neuen Ernte sehe ich mit erwartungsvoller Spannung entgegen und freue mich immer wieder, die Trauben mit Expertise und Achtsamkeit auf ihrem Weg ins Glas zu begleiten. Mit unseren Weinen möchte ich den Menschen an unserer Geschichte teilhaben lassen.




